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Coming soon: Der smarte Pflanzensensor von FYTA

30.03.2020

Der FYTA Beam misst Feuchtigkeit, Bodennährstoffgehalt, Temperatur sowie Lichtintensität. Gesteuert wird er über eine dazugehörende App. – Foto: FYTA

Der FYTA Beam misst Feuchtigkeit, Bodennährstoffgehalt, Temperatur sowie Lichtintensität. Gesteuert wird er über eine dazugehörende App. – Foto: FYTA

Menschen und Pflanzen sprechen nicht dieselbe Sprache. Deshalb ist die Verständigung eher schwierig. Die Firma FYTA will das ändern. Mit einem smarten Sensor und der dazugehörigen App möchte sie Zimmerpflanzen eine Stimme geben.

Das Start-up-Unternehmen FYTA hat seinen Sitz in Berlin. Gegründet wurde es 2018 von den beiden Pflanzenliebhaberinnen Claudia Nassif und Sylvie Basler. Sie entwickeln und designen Produkte, die das Leben mit Zimmerpflanzen erleichtern und die Möglichkeiten des Indoor-Gärtnerns erweitern sollen. Ihr Pflanzensensor FYTA Beam soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. „Zurzeit haben wir noch alle Hände voll mit der Produktion der Beta-Version zu tun“, erzählt Basler. „Sie wird im Juni 2020 an 800 Early Adopter ausgeliefert. Das sind vor allem internationale Kunden, die durch unsere Kampagnen auf den Crowdfunding-Plattformen Kickstarter und Indiegogo auf uns und unsere Produktidee aufmerksam geworden sind. Zum Ende des Jahres bereiten wir dann die offizielle Markteinführung vor.“

Ausgezeichnetes Start-up

Einem breiten Publikum wurde der FYTA Beam bereits auf der spoga+gafa im vergangenen September in Köln vorgestellt. FYTA gehörte zu den Start-ups, die für den „Gardena Garden Award“ nominiert waren und somit die Gelegenheit hatte, sich mit einem eigenen Stand auf der internationalen Gartenmesse der Grünen Branche zu präsentieren. Mit dem Preis zeichnete der Hersteller von Gartengeräten Gardena 2019 erstmalig in Partnerschaft mit der Koelnmesse und dem BHB (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.) ein Gründungsteam aus, das „die nachhaltigen Lösungen für die Zukunft des ‚digitalen Gartens‘ im Blick hat“. Mit ihrem Konzept konnten sich Nassif und Basler gegen ihre Konkurrenten durchsetzen und erhielten den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis.

„Dass wir den Award gewonnen haben, hat uns natürlich riesig gefreut“, so Basler. „Allein schon, dass wir in Köln dabei sein durften, hat uns Türen geöffnet. Wir haben viele Leute kennengelernt und zahlreiche Gespräche mit Journalisten, möglichen strategischen Partnern und Investoren geführt. Auch wurden wir anschließend beispielsweise zum IVG Forum Gartenmarkt nach Düsseldorf eingeladen und konnten bei diesem Branchentreffen des Industrieverbandes Garten über unsere Produktideen und -entwicklungen vor rund 300 Besuchern referieren.“

Gegründet wurde das Start-up-Unternehmen FYTA von den beiden Pflanzenliebhaberinnen Claudia Nassif (li) und Sylvie Basler. – Foto: FYTA

Gegründet wurde das Start-up-Unternehmen FYTA von den beiden Pflanzenliebhaberinnen Claudia Nassif (li) und Sylvie Basler. – Foto: FYTA

Hier hat jede Zimmerpflanze ein eigenes Profil

„Connect with Plants“ – mit diesem Slogan bewerben die beiden Co-Founder von FYTA ihren neuen smarten Pflanzensensor. Der Gebrauch ist relativ einfach: Der FYTA Beam wird zu einer Zimmerpflanze in den Topf gesteckt. Zuverlässig misst er dann dort die Feuchtigkeit, den Bodennährstoffgehalt, die Raumtemperatur sowie die Lichtintensität. Gesteuert wird er mit einer dazugehörenden App. Für jedes seiner Gewächse, das mit einem Sensor versehen wurde, kann der Nutzer hier mithilfe einer ausführlichen Pflanzendatenbank ein individuelles Profil anlegen. Es enthält alle spezifischen Anforderungen der jeweiligen Pflanzenart. Diese werden regelmäßig mit den vom Beam gesammelten Daten abgeglichen. In Form von Textnachrichten wird der Pflanzenfreund schließlich über die aktuellen Bedürfnisse seiner grünen Mitbewohner in Kenntnis gesetzt (z.B.: “Ich habe Durst”). Das ermöglicht eine optimale Versorgung selbst anspruchsvoller Gewächse. Über die App lassen sich zudem viele weitere nützliche und inspirierende Informationen rund ums Thema abrufen.

„Der FYTA Beam ist mit einer Bluetooth LE mesh networking Technologie ausgestattet und erlaubt beim Einsatz mehrerer Sensoren in einer Wohnung oder im Haus einen Datenempfang auf bis zu 100 Metern“, erläutert Nassif. „Auf Wunsch kann der Beam auch mit einer FYTA Base unterstützt werden. Dieser ermöglicht eine WLAN-Verbindung und somit auch den Empfang der erhobenen Daten von unterwegs. Das kann beispielsweise in Urlaubssituationen hilfreich sein: Freundliche Helfer braucht man nur dann bitten, nach den Pflanzen zu schauen, wenn es auch tatsächlich notwendig ist.“

Über die FYTA App wird der User über die Bedürfnisse seiner Zimmerpflanzen informiert. Zudem findet er hier viele weitere nützliche und inspirierende Tipps rund ums Thema. – Foto: FYTA

Über die FYTA App wird der User über die Bedürfnisse seiner Zimmerpflanzen informiert. Zudem findet er hier viele weitere nützliche und inspirierende Tipps rund ums Thema. – Foto: FYTA

Nachhaltiges Design

„Ein unaufdringliches, hochwertiges Design war uns bei der Entwicklung des FYTA Beam von Anfang an wichtig“, sagt Basler. „Denn der Sensor soll ja nicht von der Schönheit der Pflanzen ablenken.“ Das Gehäuse ist nicht aus Kunststoff, sondern überwiegend aus widerstandsfähigem Borosilikatglas gefertigt. Am Ende seines Lebens kann der Sensor in kleinere Teile zerlegt werden, die sich einzeln recyceln lassen. Angetrieben wird er von einer Solarzelle, die eine Knopfbatterie unterstützt.

„Nach der Markteinführung werden wir den FYTA Beam zunächst online im FYTA-Webshop verkaufen, aber auch bei geeigneten Handelspartnern aus dem Garten-, Interieur- oder Lifestyle-Bereich“, so die Berlinerin. „Da der Pflanzensensor klein und auch erklärungsbedürftig ist, eignet er sich unserer Meinung nach nicht für den Verkauf im stationären Handel.“

Weitere Informationen: www.fyta.de

Autor: Roland Moers

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