spoga+gafa 01.–03.09.2019

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Pop-Up-Stores haben viel Potential

30.07.2019

Timo Buhren – Foto: harbecke.hagebau.de

Timo Buhren – Foto: harbecke.hagebau.de

Im Mai 2019 eröffnete in der Mülheimer Innenstadt ein hagebaumarkt als Pop-Up-Store und präsentiert 90 Tage lang ein ausgewähltes DIY-Sortiment. Beim diesjährigen BHB-GardenSummit stellt Geschäftsführer Timo Buhren das Projekt vor.

Am 3. September begrüßt der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) wieder die Branche zu einem Fachkongress im Congress-Centrum Nord der Koelnmesse. „Gartenhandel heute. Die Zukunft ist jetzt.“, so lautet das Motto des 6. BHB-GardenSummit. Auf der Rednerliste steht unter anderem Timo Buhren, Geschäftsführer vom hagebaumarkt in Mülheim an der Ruhr. Sein Unternehmen wagte in diesem Jahr ein für die Baumarktbranche ungewöhnliches Experiment: In einem nur 50 Quadratmeter großen Ladenlokal in der Innenstadt eröffnete man einen sogenannten Pop-Up-Store. In dieser Miniaturausgabe eines Baumarktes werden für einen begrenzten Zeitraum verschiedene Heimwerker-Produkte angeboten. Bereits vor dem GardenSummit hatten wir Gelegenheit mit Buhren über die Aktion zu sprechen.

Herr Buhren, wie haben die Kunden auf Ihren Pop-Up-Store in der Innenstadt reagiert?

Buhren: So wie wir gehofft haben; das Interesse der Kunden ist sehr groß. Da das Konzept sehr ungewöhnlich ist, hat es schnell die Neugier der Menschen geweckt. Bereits vor der Shop-Eröffnung hatten wir außerdem kommuniziert, dass wir die Innenstädtler und ihre Bedürfnisse besser kennenlernen möchten. Viele sind dann zunächst ohne feste Kaufabsicht vorbeigekommen, nur um sich zu informieren. Unsere wöchentlich wechselnden Aktionen und Angebote haben dann Lust gemacht, häufiger bei uns vorbeizuschauen und zu stöbern.

Sind solche Pop-Up-Stores nicht in gewisser Weise eine „Rolle rückwärts“? In den letzten Jahrzehnten haben sich doch gerade Baumärkte und Gartencenter immer mehr aus den Innenstädten zurückgezogen und ihre Filialen in Gewerbegebieten oder auf der „grünen Wiese“ eröffnet. Was macht einen Store in der City für Sie nun wieder interessant und welche Ziele verfolgen Sie damit?

Buhren: Der Online-Handel hat im Laufe der letzten Jahre immer mehr Marktanteile erobert. Das können wir zwar in Teilen mit einem eigenen Online-Shop kompensieren, unsere eigentliche Stärke ist aber die direkte Kundenberatung. Ich sage immer: Im Internet kann man Produkte kaufen, bei uns bekommen Sie Lösungen! Das Konzept des Pop-Up-Stores macht das den Menschen noch einmal besonders deutlich. Denn auf einer so kleinen Verkaufsfläche finden sie sofort einen Ansprechpartner für ihre Fragen. Sobald dann eine Lösung gefunden wurde, können wir dem Kunden benötigte Ware direkt in den Shop zur Abholung liefern lassen – falls sie nicht zum Grundsortiment gehört. Durch die Unterstützung unseres hagebaumarkt Mülheim können wir innerhalb von kürzester Zeit auf über 30.000 Artikel zugreifen.

Planen Sie für die Zukunft noch weitere Pop-Up-Aktionen? Oder ist so ein kleiner Shop im Stadtzentrum für Sie vielleicht sogar eine langfristige Option?

Buhren: Ich glaube, eine grundlegende Experimentierfreude bringt viele Vorteile mit sich. So können wir das Interesse des Kunden immer wieder neu wecken. Dementsprechend werden wir weiterhin offen für neue, innovative Konzepte sein.

Die Kombination aus Beratung, Service und Warenlieferung in unserem Innenstadt-Shop hat viel Potential. Wir können so gezielter auf die Bedürfnisse vieler Kunden eingehen. Manche Innenstadtbewohner besitzen beispielsweise heute gar kein Auto mehr. Für sie ist es manchmal schwierig oder umständlich zu uns ins Gewerbegebiet zu kommen. Diesen Leuten treten wir entgegen und sagen: Dann kommen wir halt zu euch.

Weitere Informationen: harbecke.hagebau.de

Informationen und Anmeldung zum BHB GardenSummit: gardensummit.de/jetzt-anmelden

Der BHB begrüßt die Gartenbranche auf der spoga+gafa zum 6. BHB-GardenSummit am 3. September 2019.

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Autor: Roland Moers

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