spoga+gafa 01.–03.09.2019

#spogagafa

Restlose Qualität: Recycling im Outdoor-Design

17.06.2019

Produktlinie „Greenville“ von elho aus Recycling-Kunststoff © elho

Produktlinie „Greenville“ von elho aus Recycling-Kunststoff © elho

Aktuelle Diskussionen drehen sich um die Vermeidung von Kunststoff oder geschlossene Materialkreisläufe. Aussteller der spoga+gafa setzen schon länger auf Recycling und nachhaltige Produktionsverfahren.

Unternehmen, die auf der internationalen Gartenmesse ihre Neuheiten vorstellen, bemühen sich schon seit Jahren den Einsatz neuer Werkstoffe zu reduzieren. Sie greifen bei der Herstellung stattdessen auf wiederverwendete Materialien oder Reststoffe zurück. Recycelte Plastikmöbel oder Textilreste finden dabei ebenso Verwendung wie gebrauchte Naturhölzer. Auch das Angebot an alternativen Materialien aus Abfallprodukten für Gartenmöbel oder Pflanzgefäße nimmt stetig zu.

Möbel aus alten Hütten und Booten

Die Kollektion „greenline“ von Zebra verwendet gebrauchtes Teakholz © Zebra

Die Kollektion „greenline“ von Zebra verwendet gebrauchtes Teakholz © Zebra

Als einer der ersten Gartenmöbelhersteller hat das Unternehmen Zebra hochwertiges Design mit einer nachhaltigen Fertigung kombiniert. Seit mehr als zehn Jahren wird die Kollektion „greenline“ ausschließlich aus recyceltem Teakholz produziert und laufend um neue Möbel erweitert. Das alte Holz trägt nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern macht mit seinen Gebrauchsspuren jedes Möbel zu einem Unikat. Ausgangsmaterial sind fast ausnahmslos Teakhölzer von alten Hütten, Brücken oder Booten aus Indonesien. Von dort stammen ebenfalls die Recycling-Hölzer, die der Aussteller Ploß für seine Outdoor-Möbel verwendet. Im Sortiment des Herstellers finden sich außerdem Regale und Bänke, die aus Teilen von alten Fischerbooten hergestellt werden.

Abfall wird zu Design


Modulares Wandsystem für aus wiederverwendetem Polypropylen von Nardi © Nardi

Modulares Wandsystem für aus wiederverwendetem Polypropylen von Nardi © Nardi

Auch für den Einsatz von Kunststoff sucht die grüne Branche vermehrt nach „grünen“ Lösungen. Produkte wie die Pflanztöpfe oder Gießkannen der Kollektion „green basics“ von elho enthalten recycelten Kunststoff und sind selbst recycelbar. Nach Aussage des niederländischen Herstellers bestehen die verwendeten Rohstoffe insgesamt zu etwa 70 Prozent aus Recycling-Kunststoff. Außerdem wird für die Produktion eigene Windenergie genutzt. Ähnlich nachhaltig ist der geschlossene Materialkreislauf für die Pflanztopf-Serie „Blue“, mit der das Unternehmen Pöppelmann sein Sortiment erweitert hat. Die Produkte der Kollektion bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff und lassen sich zudem 100 Prozent recyceln. Wie alte Möbel aus Polypropylen in stylische Outdoor-Objekte verwandelt werden können, zeigt der italienische Möbelhersteller Nardi: Die Module des Wandsystems „Komodo Eco Wall“ aus recyceltem Plastik können vertikal oder horizontal frei kombiniert werden.

Rest-Stoffe mit Charme

Swing-Lounger von Amazonas aus Recycling-Baumwolle und zertifiziertem Holz © Amazonas

Swing-Lounger von Amazonas aus Recycling-Baumwolle und zertifiziertem Holz © Amazonas

Weitere Recycling-Möglichkeiten bieten sich auch bei anderen Ourdoor-Materialien. Der Hersteller Sunbrella, der viele Aussteller der spoga+gafa mit Textilien beliefert, verarbeitet Stoffabfälle zu „Renaissance-Garnen“. Diese bestehen zu 50 Prozent aus wiederverwendeten Garnen und verleihen den damit produzierten Textilien einen Vintage-Look. Einen nostalgischen Charme haben auch die brasilianischen Hängematten und Hängesessel des Herstellers Amazonas, die aus recycelter Baumwolle genäht werden. Für die Gestelle verwendet das Unternehmen zudem FSC-zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Eine Alternative zu Holz bietet das Material Resysta aus einem Abfallprodukt des Reisanbaus. Das vorwiegend aus Reishülsen bestehende Material hat die Optik und Haptik von natürlichem Tropenholz und ist besonders witterungsresistent.
Welche nachhaltigen Lösungen die grüne Branche sonst noch bereithält, zeigt die kommende spoga+gafa vom 1. bis zum 3. September in Köln. Neben neuesten Recycling-Konzepten von Ausstellern beleuchten Vorträge und Sonderflächen wie die Trendshow Outdoor Furniture & Decoration umweltfreundliche Produkte und Herstellungsverfahren. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.spogagafa.de.

Außerdem mehr Informationen zu der Trendshow Outdoor Furniture & Decoration.

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