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Wasser marsch: Umweltbewusst Gießen im nachhaltigen Garten

08.09.2020

Bloggerin Beatrice Degenhart neben dem Pflanzenbehälter-System NatureUp! von GARDENA im Nachhaltigen Garten.

Bloggerin Beatrice Degenhart neben dem Pflanzenbehälter-System NatureUp! von GARDENA im Nachhaltigen Garten.

Die letzten beiden Jahre gingen als Dürresommer in die Geschichte ein. Auch 2020 gibt es in weiten Teilen Deutschlands zu wenig Niederschlag. In den Gärten spielt ein gutes Wassermanagement daher eine immer wichtige Rolle.

Die Garten-Bloggerin Beatrice Degenhart aus Köln beschäftigt sich intensiv mit dem Thema. Sie pflegt den Projektgarten, der in diesem Jahr im Auftrag der spoga+gafa angelegt wurde. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben, denn dieser Aspekt soll auf der Ende Mai 2021 stattfindenden internationalen Gartenmesse besonders im Fokus stehen.

Bis zur Messe berichtet Degenhart regelmäßig in den sozialen Medien aus und über den Mustergarten, beleuchtet verschiedene Aspekte einer umweltfreundlichen Gartengestaltung, gibt Tipps zur ressourcenschonenden Bewirtschaftung und stellt zahlreiche nachhaltige und innovative Gartenprodukte vor.

Regenwasser sammeln

„Mit dem lebenswichtigen Gut Wasser sollten wir grundsätzlich nicht verschwenderisch umgehen – das gilt auch im Privatgarten“, sagt Degenhart. „Dort lässt sich der Verbrauch unter anderem deutlich reduzieren, indem man die Bepflanzung entsprechend plant. „Für den Projektgarten habe ich deshalb vor allem Gewächse ausgewählt, die einen geringen Wasserbedarf haben und Trockenperioden gut überstehen können.“

Auch moderne Bewässerungstechnik sowie das Sammeln von Regenwasser reduzieren den Verbrauch im Garten deutlich, erklärt die Bloggerin und zeigt einen weiteren Vorteil auf: „Wer zum Gießen Regenwasser verwendet, tut nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern kann auch richtig viel Geld sparen. Eine Regentonne sollte daher zur Standard-Ausrüstung jedes Gartens gehören. Die meisten fassen ein Volumen von 200 bis 600 Litern. Für einen Kleingarten wie unseren, bei dem wir das Regenwasser vom Dach des Gartenhäuschens in die Regentonne leiten, reicht das völlig aus. Im Fachhandel werden aber auch größere Tanks angeboten. Übrigens gibt es Regentonnen heute nicht mehr nur in klassisch rund und grün. Für jeden Geschmack finden sich zahlreiche Formen und Farben – beispielsweise Modelle, die aussehen wie große Amphoren oder auch solche, die mit Holz verkleidet sind. Natürlich sind fast alle zum größten Teil aus Plastik, aber einige Hersteller setzen bei der Produktion bereits auf Recyclingmaterialien.“

Und noch ein Tipp von der Expertin: „Wer vermeiden möchte, dass die Regentonne bei starken Niederschlägen überläuft, lässt das Fallrohr von der Dachrinne nicht einfach in der Tonne enden, sondern verwendet einen sogenannten Regensammler. Das ist eine Schlauchverbindung bei der das Wasser vom Fallrohr seitlich in die Tonne geleitet wird. Ist diese voll, läuft kein Wasser mehr nach. Solche Regensammler haben noch weitere Vorteile: Die Tonne lässt sich oben mit einem Deckel verschließen, sodass weder Laub hineinfallen kann noch Mücken das Nass als Brutstätte nutzen können.“

Das Waterwheel XL mit Rädern von Fiskars kann überall im Garten aufgestellt werden, dank der 360°-Drehung, die es ermöglicht, Ecken und Kanten zu erreichen.

Das Waterwheel XL mit Rädern von Fiskars kann überall im Garten aufgestellt werden, dank der 360°-Drehung, die es ermöglicht, Ecken und Kanten zu erreichen.

Pump it up

Besitzer eines großen Grundstücks sollten bei der Neuanlage ihres Gartens zudem überlegen, ob sich für sie die Investition in eine in den Boden eingelassene Regenwasserzisterne lohnt. Auch der Bau eines Brunnens, um Grundwasser für das eigene Grün zu nutzen, ist eine nachhaltige Möglichkeit, Trinkwasser zu sparen. Je nachdem, welche Funktion der Brunnen im Garten erfüllen soll, stehen verschiedene Formen zur Auswahl. Es empfiehlt sich aber in jedem Fall, im Vorfeld unbedingt Erkundigungen einzuholen, ob die Grundwasserentnahme in der jeweiligen Region überhaupt erlaubt ist.

Natürlich ist der Einsatz von Wasserpumpen vor allem bei Zisternen und Brunnen vorteilhaft: Sie befördern das Nass komfortabel dorthin, wo es benötigt wird. „Aber auch für Besitzer von kleineren Regentonnen, die keine Gießkannen schleppen möchten, gibt es heute elektrische Regenfasspumpen. Sie werden sowohl mit Kabelanschluss als auch mit Akku-Betrieb angeboten“, erläutert Degenhart. „So lässt sich das gesammelte Wasser ganz einfach mit dem Gartenschlauch verteilen. Diese können außerdem mit verschiedenen Aufsätzen – Spritzen, Brausen oder Gießstäben – bestückt werden. Das ist nicht nur praktisch, weil man damit besser kontrollieren kann, welche Gartenbereich intensiver und welche weniger versorgt werden, sondern so lässt sich auch Wasser sparen! Übrigens: Gießen sollte man grundsätzlich immer in den Morgen- oder Abendstunden, denn dann verdunstet das kostbare Nass nicht so schnell.“


Der Fiskars Tropfschlauch ist das ideale Werkzeug für neue Pflanzungen, Sträucher und Hochbeete und liefert Wasser direkt an die Wurzeln, während die Blätter trocken bleiben.

Der Fiskars Tropfschlauch ist das ideale Werkzeug für neue Pflanzungen, Sträucher und Hochbeete und liefert Wasser direkt an die Wurzeln, während die Blätter trocken bleiben.

Smarte Bewässerung

„Nachhaltig Gärtnern heißt nicht, dass man so viel wie möglich nach althergebrachter Art und mit eigener Muskelkraft erledigen muss“, erläutert Degenhart. „Moderne Bewässerungstechnik ist durchaus umweltfreundlich und hilft dabei, die Ressourcen effektiv zu schonen. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Pflanzen genau die Menge an Wasser bekommen, die sie benötigen.“ Für viele Gartenbereiche wie Blumen- und Gemüsebeete oder Hecken kann beispielsweise die Tropfbewässerung eine gute Wahl sein. Sie eignet sich aber auch für Balkonkästen, Terrassenpflanzen oder Gewächshäuser. Dünne Kunststoffschläuche, die an verschieden Stellen Öffnungen besitzen, werden dabei auf der Fläche verlegt. Tröpfchen für Tröpfchen wird das Wasser in regelmäßigen Abständen zu den ausgewählten Pflanzen transportiert. Bei der Tropfbewässerung unterscheidet man verschiedene Ausführungen. Neben Mikrosprinklern und On-Line-Tropfern, die oberirdisch liegen, gibt es auch In-Line-Tropfer, die auch unterirdisch verlegt werden können. „In den Beeten des Projektgartens ist ein Tropfschlauch im Einsatz, der uns von der Firma Fiskars zur Verfügung gestellt wurde“, erzählt die Garten-Bloggerin. „Er war ursprünglich 15 Meter lang und konnte mit der Schere ganz einfach auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Wir haben ihn einfach auf den Boden aufgelegt und mit den mitgelieferten Metall-Schlauchklemmen befestigt. Man hätte ihn aber auch eingraben können.“

Ein wesentlicher Teil einer solchen automatischen Bewässerung ist die Steuerung. Dafür wird eine Bewässerungsuhr bzw. ein kleiner Computer direkt zwischen Wasserhahn und Schlauch angebracht. Das Gerät ist in der Regel mit einem Display ausgestattet, über das die gewünschten Bewässerungszeiten und Intervalle programmiert werden. Degenhart: „Hochwertige Modelle können durch Sensoren ergänzt werden, die beispielsweise ständig Bodenfeuchte, Sonneneinstrahlung und Temperatur messen und anhand dieser Daten den Wasserbedarf der Pflanzen genau errechnen und sie dann entsprechend versorgen. So muss man sich in Sachen Bewässerung eigentlich um nichts mehr kümmern. Wichtig zu bedenken bleibt aber, dass Tropfbewässerungssysteme sich nur mit sauberem Wasser betreiben lassen und der Bewässerungscomputer einen sehr gleichmäßig hohen Wasserdruck benötigt.“

Für die optimale Wasserversorgung in den Töpfen sorgt das Micro-Drip Bewässerungssystem AquaBloom von GARDENA.

Für die optimale Wasserversorgung in den Töpfen sorgt das Micro-Drip Bewässerungssystem AquaBloom von GARDENA.

Auch im Topfgarten

Nicht nur im Garten, sondern auch im Topfgarten spielt die richtige und durchdachte Wasserversorgung der Pflanzen eine wichtige Rolle. Ihre Kräuter zieht die Bloggerin beispielsweise im flexiblen Pflanzenbehälter-System NatureUp!, welches die Firma GARDENA für den spoga+gafa Projektgarten bereitgestellt hat. Selbst wenn nur eine kleine Grundfläche auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht, findet darin eine Vielzahl an Gewächsen Platz. Das System ist modular erweiterbar, kann auf dem Boden stehen oder an der Wand befestigt werden. Für die optimale Wasserversorgung in den Töpfen sorgt das Micro-Drip Bewässerungssystem AquaBloom, ebenfalls von GARDENA. Dafür sind weder ein Strom- noch ein Wasseranschluss erforderlich. Die Pumpe sowie die Steuereinheit werden durch Batterien angetrieben, die sich über ein Solarmodul aufladen. Das Wasser wird aus einem Eimer oder einer Tonne angesaugt.

Richtig kombinieren

„Es gibt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Möglichkeiten, seinen Garten gut und ressourcenschonend zu bewässern. Welche für die jeweilige Gartensituation die Beste ist, muss jeder Gartenbesitzer individuell für sich herausfinden“, sagt Degenhart. „In den meisten Fällen ist es wahrscheinlich angebracht, verschiedene Möglichkeiten miteinander zu kombinieren.“

Mehr über nachhaltige Gärten sowie das Gartenprojekt der spoga+gafa gibt es auf dem Blog von Beatrice Degenhart: beatricedegenhart.de

Autor: Roland Moers

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