spoga+gafa 18.–20.06.2023 #spogagafa

DE Icon Pfeil Icon Pfeil
DE Element 13300 Element 12300 EN
Nachhaltige Gärten: Das Trendthema der spoga+gafa 2022

Strategien der Nachhaltigkeit

Die Effizienzstrategie: Sie ist die heute am weitesten verbreitete Nachhaltigkeitsstrategie. Als effizient wird hier der Wechsel zu Produkten und Verfahren verstanden, die sich durch technischen Fortschritt als nachhaltiger als ihre Vorgänger bezeichnen lassen. Sparsamere Fahrzeuge oder die Reduzierung des Energie- und Materialverbrauchs bei der Herstellung und Nutzung von Produkten sind Beispiele. Die Grenzen dieser Strategie liegen in der Gefahr des sogenannten »Rebound-Effekts«. Er tritt ein, wenn durch eine Effizienzsteigerung beispielsweise eine Preissenkung erzielt wird, die die Kunden veranlasst, das Produkt oder die Dienstleistung vermehrt zu konsumieren. Dadurch wird der eigentlich geringere Umweltverbrauch aufgehoben oder er steigt sogar an.

Die Konsistenzstrategie: Hier handelt es sich eigentlich um zwei Strategien. Eine zielt auf die Veränderung oder den Ersatz von Verfahren, wie beispielsweise Wäsche so oft wie möglich an der Luft zu trocken statt mit einem Wäschetrockner. Die andere Konsistenzstrategie meint Kreislaufverfahren für Stoffe und Energie. Die Nutzung von Abwärme in der Industrie ist eine Annäherung an diese Strategie. Für vollständig funktionierende Kreisläufe sind aber nicht nur technische Anpassungen notwendig, sondern umfassende organisatorische und strategische Veränderungen bei Design, Produktion, Handel und Rücknahme von Produkten.

Die Suffizienzstrategie: Nicht selten werden suffiziente Verfahren als Einschränkung missverstanden, da es um Änderungen unserer Gewohnheiten geht. Dabei bietet das Konzept der Suffizienz großes Potenzial für eine Verbesserung der Lebensqualität. Es geht um bewusste Handlungen. Entscheidungen für z. B. regionale und saisonale Produkte und Produktionen. Lebensmittelabfälle zu vermeiden und eine weniger fleischhaltige Ernährung. Dinge zu reparieren, statt gegen neue zu ersetzen. Auch die Nutzung von Mobilitätsangeboten als Form der Gemeinschaftsnutzung verringert Emissionen, spart Geld und oft auch Zeit. Weniger kann mehr sein! Experten sehen neben der notwendigen Reduktion von Umweltbelastungen einen großen Zugewinn an sozialer Zufriedenheit und der Möglichkeit für eine gesündere Lebensweise – wichtige Faktoren für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaftssystemen.