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Corona-Krise: In der Gartenbranche geht Sicherheit vor

29.04.2020

POS-Island. Fotocopyright: © Koelnmesse

POS-Island. Fotocopyright: © Koelnmesse

Die grüne Branche reagiert auf die aktuelle Ausnahmesituation mit gemeinsamen Maßnahmen. Baumärkte und Gartencenter schützen ihre Mitarbeiter und Kunden.
Gerade in schwierigen Zeiten gewinnt der Garten als Rückzugsort an Bedeutung. Gärtnern wird zur sinnvollen Beschäftigung als Ausgleich für die Arbeit im Homeoffice oder für nun untersagte Freizeitaktivitäten. Baumärkte und Gartencenter stellt das vor eine besondere Herausforderung: Auf der einen Seite steigt die Nachfrage nach Gartenprodukten, auf der anderen Seite erhöhen sich die Anforderungen an die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern.

Besondere Belastungsprobe für Fachmärkte

Fachmärkte für Gartenbedarf sind zurzeit einer besonderen Belastungsprobe ausgesetzt. Viele der hier verkauften Sortimente gehören zur Grundversorgung der Bürger. So werden hier unter anderem Materialien für die Bewirtschaftung von Gärten und zur Selbstversorgung mit Saatgut und Anzuchtpflanzen verkauft. Als systemrelevante Einheiten halten sie daher den Betrieb unter deutlich erschwerten Bedingungen aufrecht.

Neue Online-Plattform

Für den Handel hat sich die Branche auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen geeinigt. Abstand halten und Hygiene haben beispielsweise oberste Priorität. Der Gartenfachhandel und Baumärkte machen mit einem neuen Onlineangebot auf diese Maßnahmen aufmerksam. Die neue Plattform www.mit-abstand-gruen.de wurde vom Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V. (BHB), dem Industrieverband Garten (IVG) e. V., dem Verband Deutscher Garten-Center e. V. (VDG) und dem Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) initiiert.

Sicherheit an erster Stelle

„Unseren Kunden und der Politik möchten wir demonstrieren, wie vorbildlich die grüne Branche die Schutzmaßnahmen umsetzt“, sagt VDG-Geschäftsführer Peter Botz zur neuen Plattform. IVG-Geschäftsführerin Anna Hackstein ergänzt: „Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist derzeit sehr groß – mit den umgesetzten Maßnahmen und der dazugehörigen Webseite möchten wir vermitteln, dass die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern für uns an erster Stelle steht.“

Gemeinsame Verpflichtung

Gärtnereien, Gartencenter, Gartenfachmärkte und Baumärkte zeigen mit der neuen Website, wie die Geschäfte auch in der Corona-Krise agieren können. Geöffnete Unternehmen, die sich in die Datenbank eintragen, verpflichten sich, die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen. Im partnerschaftlichen Zusammenwirken werden so mögliche Versorgungsengpässe minimiert und der Bedarf der Kunden bestmöglich gedeckt.

Gesamte Branche betroffen

Die aktuelle Situation betrifft die gesamte Wertschöpfungskette des Gartenbaus – von der Produktion über den Handel bis hin zum Endverkauf. Produzenten, Händler und Vermarkter von Blumen und Pflanzen stehen angesichts der großen Herausforderung in diesem Jahr zusammen. Auch die Verbände auf Bundes- und Landesebene suchen gemeinsam mit der Politik und den zuständigen Ministerien nach Lösungen für diese Ausnahmesituation.

Autor: Leif Hallerbach

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