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Gärten des Jahres 2021

19.02.2021

Garten des Jahres 2021: Naturgarten „Ein Teil der Pflanzenwelt“ von Petra Pelz und GartenLandschaft Berg & Co.gartenplus © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner

Garten des Jahres 2021: Naturgarten „Ein Teil der Pflanzenwelt“ von Petra Pelz und GartenLandschaft Berg & Co.gartenplus © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner

Wo gibt es die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum? Der Wettbewerb Gärten des Jahres bietet einen aktuellen Überblick.

Als größte Gartenmesse der Welt zeigt die spoga+gafa jedes Jahr, wie sich die Gestaltung des eigenen Grüns entwickelt. Das spiegelt sich ebenfalls in der Auszeichnung Gärten des Jahres wider. Immer im Februar kürt die vom Callwey Verlag zusammen mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und anderen Partnern vergebene Auszeichnung die schönsten Privatgärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein besonders gelungenes Projekt gekürt. Die sonst übliche Preisverleihung auf Schloss Dyck musste allerdings Corona-bedingt ausfallen.

Aktuelle Trends und Tendenzen

Landschaftsarchitekten, Gartengestalter sowie Garten- und Landschaftsbauer sind beim jährlichen Wettbewerb aufgerufen, außergewöhnliche Privatgärten einzureichen. Von einer renommierten Jury werden jeweils ein erster Preis und vier Anerkennungen vergeben. In diesem Jahr fand die Auszeichnung bereits zum sechsten Mal statt. Das wiederkehrende Branchenevent bildet damit auch aktuelle Trends und Tendenzen in der Gartengestaltung ab. So ist die Dokumentation des Wettbewerbs mit den 50 schönsten Projekten aus allen Einreichungen für Gartenplaner und Gartenbesitzer immer wieder eine spannende Inspirationsquelle.

Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit

Den ersten Preis für den Garten des Jahres erhielt diesmal das Projekt „Ein Teil der Pflanzenwelt“ in der Nähe von Hannover. „Pflanzen können mehr, als wir ihnen zutrauen“, bemerkt die renommierte Landschaftsgärtnerin Hanne Roth in der Einleitung zur Dokumentation des Wettbewerbs. Mit einer naturnahen Gartengestaltung bestätigt der Siegergarten diese Aussage auf eindrucksvolle Weise. Die Pflanzenexpertin Petra Pelz und die Gartendesign-Firma GartenLandschaft Berg & Co. haben gemeinsam ein Vorzeigeprojekt für Biodiversität und Nachhaltigkeit geschaffen. Auf 1.900 begrünten Quadratmetern wirkt alles naturnah, und doch wurde nichts dem Zufall überlassen.

Garten des Jahres 2021: Naturgarten „Ein Teil der Pflanzenwelt“ von Petra Pelz und GartenLandschaft Berg & Co.gartenplus © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner

Garten des Jahres 2021: Naturgarten „Ein Teil der Pflanzenwelt“ von Petra Pelz und GartenLandschaft Berg & Co.gartenplus © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner

Ungewöhnliches Gesamtkonzept

Die ausgezeichneten Gartenplaner ließen einen lebendigen Garten entstehen, der diesen Namen auch verdient. Stauden, Gräser, Gehölze und Natursteine harmonieren mit dem ungewöhnlichen Wohnhaus der Gartenbesitzer. Der eingeschossige Bungalow ist aus Holz gebaut und durch bodentiefe Fenster, Glastüren sowie einen ebenerdigen Zugang mit dem Garten verbunden. Die Baumaterialien stammen aus der Region. Auch die begehbaren Dächer wurden bepflanzt und machen die Architektur so zu einem Teil der Gartenlandschaft.

Naturnaher Rückzugsraum

Verschiedene Bäume und Gehölze fassen den Garten schützend ein und spenden an heißen Tagen Schatten. Ein durchdachter Mix aus verschiedenen Pflanzenarten und -bereichen sorgt übers Jahr dafür, dass Insekten und andere Tiere möglichst lange Nahrung finden. Im Zusammenspiel mit der Bepflanzung gliedert eine Struktur aus Quadern, Brocken und Blöcken aus Grauwacke den in Hanglage befindlichen Garten. Terrassen im klassischen Stil gibt es dabei nicht, sondern teppichartige Flächen mit trittfesten Bodendeckern und Stauden. Endpunkt des Gartens bildet ein ungewöhnliches Baumhaus mit Blick in die Landschaft. Für die Bewohner des Bungalows entstand so ein Rückzugsraum, in dem sie sich erholen und Natur als Teil ihres Zuhauses erleben können.

Vielfalt des Gartendesigns

Neben dem ersten Preis wurden beim Wettbewerb Gärten des Jahres vier weitere Gartenplaner jeweils mit einer Anerkennung gewürdigt. Unter den Projekten ist der französisch inspirierte Stadtgarten einer Reinbeker Altbauvilla des Landschaftsarchitekten Soeren von Hoerschelmann. Der eigene Garten der beiden Landschaftsarchitekten Helgard und Volker Püschel wurde ebenso hervorgehoben wie ein urbaner Dachgarten in der Schweiz, der vom Büro Lustenberger Schelling als grüne Oase gestaltet wurde. Auch ein ebenfalls in der Schweiz befindlicher Naturgarten von Hariyo Freiraumgestaltung erhielt eine Anerkennung.

Anerkennung: Stadtgarten von Soeren von Hoerschelmann © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner
Anerkennung: Garten der beiden Landschaftsarchitekten Helgard und Volker Püschel © Callwey Verlag/Foto: Sibylle Pietrek
Anerkennung: Dachgarten vom Büro Lustenberger Schelling Landschaftsarchitekten © Callwey Verlag/Foto: Terry Frauenfelder, Jan Schelling
Anerkennung: Naturgarten von Hariyo Freiraumgestaltung © Callwey Verlag/Foto: Benedikt Dittli

Anerkennung: Stadtgarten von Soeren von Hoerschelmann © Callwey Verlag/Foto: Ferdinand Graf Luckner

Anerkennung: Garten der beiden Landschaftsarchitekten Helgard und Volker Püschel © Callwey Verlag/Foto: Sibylle Pietrek

Anerkennung: Dachgarten vom Büro Lustenberger Schelling Landschaftsarchitekten © Callwey Verlag/Foto: Terry Frauenfelder, Jan Schelling

Anerkennung: Naturgarten von Hariyo Freiraumgestaltung © Callwey Verlag/Foto: Benedikt Dittli

Einen Überblick über die 50 schönsten Gärten des Jahres im deutschsprachigen Raum bietet die zum Award erschienene Dokumentation. Neben Fotos und Plänen enthält der im Callwey Verlag erschienene Bildband ausführliche Beschreibungen der ausgewählten Gartenprojekte.

Autor: Leif Hallerbach

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