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IVG Medientag Premiere: Zum ersten Mal digital

11.03.2021

2021 fand der IVG Medientag zum ersten Mal nicht wie üblich auf dem Gelände der Koelnmesse statt, sondern musste aufgrund der Corona-Pandemie komplett ins Netz verlegt werden. © A. Riemer

2021 fand der IVG Medientag zum ersten Mal nicht wie üblich auf dem Gelände der Koelnmesse statt, sondern musste aufgrund der Corona-Pandemie komplett ins Netz verlegt werden. © A. Riemer

Wie lief das beliebte Branchentreffen in diesem Jahr ab? Wie wurde es angenommen? Und was sagen die Teilnehmer?

Eigentlich gab es ein Jubiläum zu feiern: Bereits zum 20. Mal hatte der Industrieverband Garten (IVG) e.V. Journalisten aus dem Online- und Print-Bereich, Autoren und Blogger am 3. und 4. März 2021 zum IVG Medientag geladen. Doch in diesem Jahr war alles anders. Zum ersten Mal fand das Branchentreffen nicht wie üblich auf dem Gelände der Koelnmesse statt, sondern musste aufgrund der Corona-Pandemie komplett ins Netz verlegt werden. „Eine physische Veranstaltung zu diesem frühen Zeitpunkt des Jahres war leider ausgeschlossen – deshalb waren wir sehr glücklich darüber, gemeinsam mit der Koelnmesse eine sehr gute Alternative im digitalen Raum anbieten zu können“, so Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG.

IVG Medientag Garten@office by spoga+gafa

Für die technische Umsetzung des diesjährigen Branchentreffens sorgte die digitale Veranstaltungsplattform der spoga+gafa. Es handelte sich dabei um dasselbe Tool, das 2021 zusätzlich zu der in Köln stattfindenden Gartenmesse zum Einsatz kommen soll. Die Plattform umfasst Formate wie Showrooms und Productstages, wo Unternehmen ihre Themen und Neuheiten digital positionieren können, offene Networking-Bereiche und virtuelle Cafés, um Kontakte zu knüpfen, sowie die Möglichkeit zu virtuellen Treffen, in denen sich User im Video-Chat in geschlossenen Räumen ungestört und vertraulich austauschen können.

Die Grüne Branche: Rückblick und Ausblick

Auch wenn der IVG Medientag in seiner Form in diesem Jahr völlig anders war, blieb man beim Ablauf doch beim Altbewährten. Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Besucher durch Anna Hackstein am Morgen des ersten Tages, warf Klaus Peter Teipel (klaus peter teipel research & consulting) in seinem Vortrag einen Blick zurück auf den Gartenmarkt 2020. Natürlich standen auch dabei Corona und die Auswirkungen im Mittelpunkt. Marktübliche Mechanismen seien durch die Pandemie im letzten Jahr nahezu vollständig außer Kraft gesetzt worden, betonte der Experte. Dennoch habe sich die Grüne Branche in der Zeit gut behaupten können, da sich die Menschen aufgrund des Lockdowns mehr mit ihren Wohnungen und Gärten beschäftigt hätten. So sei es im letzten Jahr in den Geschäftssegmenten Gartenhartwaren, biologisch-chemischer Bedarf sowie Lebendes Grün sogar zu einem deutlichen Umsatzzuwachs gekommen. Eine Prognose für 2021 zu stellen, sei allerdings schwierig, so Teipel. Denn zum einen sei die Sehnsucht der Menschen nach Reisen und Kultur groß, weshalb, sobald möglich, auch wieder mehr Geld in diesen Bereichen ausgegeben werden würde, zum anderen hinterlasse die Pandemie sicher ihre Spuren und das eigene Zuhause und damit auch der Garten gewännen langfristig an Bedeutung.

Den gesamten Vortrag von Klaus Peter Teipel können Sie sich derzeit auch bei Youtube anschauen:

IVG-Medientag 2021 - Fachvortrag Klaus Peter Teipel

26 Aussteller, 130 Journalisten

Auf dem diesjährigen, digitalen IVG Medientag präsentierten sich Hersteller aus den Bereichen Garten-Lifestyle, Garten- und Rasenpflegegeräte, Lebendiges Grün, Pflanzenpflege, -ernährung und -gesundheit, Substrate, Erden, Ausgangsstoffe sowie aus dem Profigartenbau. Rund 130 angemeldete Medienvertreter nutzten die Chance, sich bei ihnen über Produktneuheiten zu informieren. Die Stimmung war sehr gut, auch wenn sich der ein oder andere anfangs noch etwas unsicher im digitalem Raum bewegte und vielleicht nicht alles sofort klappte. Aber die Lernbereitschaft ist groß, der Umgang mit verschiedenen Tools wird immer selbstverständlicher und sowohl Besucher als auch Aussteller entdecken mit der Zeit, wie sie sich besonders effektiv nutzen lassen.

Teilnehmerstimmen

Aber dennoch: Solche digitalen Treffen sind nicht gleichzusetzen mit einem Live-Erlebnis. Zu diesem Ergebnis kamen viele Teilnehmer am Ende der Veranstaltung.

So sagt beispielsweise Heribert Wettels, Director Public Relations GARDENA GmbH: „Es war eine gute Entscheidung, den IVG Medientag Garten nicht ersatzlos ausfallen zu lassen. An den beiden Tagen konnten wir zahlreiche gute Gespräche in kurzer Folge führen. Aber ganz ehrlich: Wir freuen uns sehr darauf, dass wir uns hoffentlich demnächst wieder alle vor Ort persönlich sehen können. Das hat doch eine ganz andere Qualität.“

Ähnlich die Meinung von Roland Kammerer, Geschäftsführung Hauert MANNA Düngerwerke GmbH: „Der IVG hat viel auf die Beine gestellt. Die digitale Veranstaltung war eine gute Alternative, aber kein wirklicher Ersatz für den IVG Medientag vor Ort. Ich habe insgesamt sicher mit weniger Journalisten gesprochen als üblicherweise in Köln und die Gesprächsqualität war meiner Meinung nach auch eine andere. Ich denke, das liegt daran, dass die Medienvertreter sonst bei ihrem Rundgang auch Stände ansteuern, die sie vorher vielleicht nicht auf ihrer Liste hatten – einfach, weil sie dort auf ein bestimmtes, interessantes Produkt aufmerksam geworden sind. Und wenn man ihnen das Produkt dann richtig zeigen und in die Hand geben kann oder sie auch mal daran riechen können, sind diese Eindrücke einfach oft überzeugender als nur ein Gespräch im Video-Chat.“

Einige waren aber auch erstaunt, wie gut die Kontaktaufnahme auf der digitalen Plattform funktionierte. So berichtet Christina Freiberg, Redakteurin, Gartenbuchautorin und Journalistin aus München: „Überrascht hat mich beim digitalen Medientag, dass ich einige sehr interessante Gespräche mit Bloggern geführt habe. Denn bei den Treffen in Köln habe ich die Blogger bisher immer als sehr eingeschworene Gemeinschaft erlebt. Einen Kontakt und Austausch mit uns Journalisten und Autoren gab es nur selten. Das war diesmal nach meiner persönlichen Erfahrung anders.“

Positiv hoben die meisten Aussteller und Besucher auch noch hervor, dass es bei solch rein digitalen Veranstaltungen keine Anreise- und Übernachtungskosten sowie eine gewisse Zeitersparnis gebe.

Weitere Informationen zum IVG Medientag finden Sie hier .

Autor: Roland Moers

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